Willkommen auf dblays kleiner Chemie-Seite

Labortisch

Hier findet ihr allerhand interessante Inhalte rund um die Chemie. Unter anderem gibt es Einblicke in verschiedene chemische Themenbereiche, Tipps für's Labor, Experimente zum selbst ausprobieren, sowie nicht zuletzt mehrere kleine Chemie-Rätsel mit Bestenwertung.

Im Folgenden findet ihr Hinweise auf aktuelle Themen, interessante Verbindungen, Kurioses aus der Chemie, und alles mögliche andere, was aus »Chemiker-Sicht« interessant ist.

Blickpunkt: Bismut

Autor: Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 15.09.2010 15:39  |  Kommentare: 0

Auch diesmal haben wir schöne Kristalle ausfindig gemacht: Bismut kristallisiert nicht nur in verwachsenen, treppenstufen-artigen Formationen; vielmehr bildet sich auf der metallenen Oberfläche eine dünne, durchsichtige Oxidschicht aus, die durch Lichtinterferenzen in allen Farben des sichtbaren Spektrums schimmert.

Marko-Aufnahme eines gezüchteten Bismut-Kristalls

Das Licht wird hierbei sowohl an der Oberfläche der Oxidschicht als auch an der Oberfläche des darunter liegenden Metalls reflektiert. Beträgt der zusätzlich durch die Oxidschicht zurückgelegte Weg des Lichts (der sog. Gangunterschied) gerade ein ungerades Vielfaches der halben Wellenlänge, findet destruktive Interferenz statt und die entsprechende Wellenläge wird aus dem Spektrum eliminiert.

Bei der Einstrahlung von weißem Licht bleiben die anderen Wellenlängen des Spektrums folglich erhalten; man sieht somit die zugehörige Komplementärfarbe. Der gleiche Effekt ist u.a. auch bei Seifenblasen und Ölfilmen zu beobachten.

Nach diesem physikalischen Exkurs nun noch ein paar Worte zur Chemie: Obwohl es ein Schwermetall ist, hat Bismut keine bekannte toxische Wirkung auf den menschlichen Körper. Auch seine Verbindungen sind zumeist ungiftig. Anwendung findet Bismut unter anderem im Wood'schen Metall – eine Legierung, die bereits bei 70°C schmilzt, und somit für Metallbäder und Schmelzsicherungen geeignet ist.

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Periodensystem jetzt mit Molmassenrechner und Puzzle!

Autor: Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 03.09.2010 23:45  |  Kommentare: 3

Das Periodensystem der Elemente kann jetzt mehr: Die Atommassen der Elemente lassen sich unkompliziert per Drag'n'Drop addieren. Vorbei sind also die Zeiten, in denen man alle Massen mühselig in den Taschenrechner getippt hat. Einfach die Summenformel des gewünschten Stoffes zusammenklicken, und schon hat man die molare Masse der Verbindung!

Das ist jedoch nicht alles: Im Chemie-Quiz-Bereich findet ihr unser neues Periodensystem-Puzzle. In fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen könnt ihr hier fehlende Elemente ins PSE einsortieren. Wer es schafft, im schwierigsten Level alle 112 Elemente richtig zu platzieren, kann sich vermutlich völlig zurecht als PSE-Guru bezeichnen.

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Neues Quiz zur Anorganischen Chemie

Autor: Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 30.08.2010 18:53  |  Kommentare: 1

Ab sofort könnt ihr euer Wissen auf dem Gebiet der anorganischen Chemie testen! Fünfzehn Fragen zur Elementchemie – von Aluminium bis Zinn. Wer Lust hat, kann das Quiz direkt starten.

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Blickpunkt: Gallium

Autor: Alrik Stoffers, Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 28.08.2010 12:21  |  Kommentare: 5

Jeder kennt natürlich Quecksilber, welches als einziges Metall bei Raumtemperatur flüssig ist. Allerdings ist es auch ziemlich giftig, weshalb der Umgang mit Quecksilber nicht unbedingt zu empfehlen ist.

Gallium hingegen ist prinzipiell ungiftig (essen sollte man es vielleicht trotzdem nicht). Mit einem Schmelzpunkt von knapp 30 Grad ist es auch kein Problem, Gallium in die flüssige Phase zu überführen, zumal die Kristallisation kinetisch gehemmt erfolgt und der flüssige Zustand so auch bei etwas geringeren Temperaturen noch erhalten bleibt.

Gallium kristallisiert aus

Einmal verflüssigt, kann man das Gallium ruhig berühren oder in die Hand nehmen; es ist ein interessantes Gefühl, wenn das flüssige Metall auf der Handfläche hin- und herrollt. Zu lange sollte man diesen Spaß jedoch nicht betreiben, schließlich kann Gallium ätzend auf Haut und Schleimhäute wirken. (Wie gesagt, besser nicht essen!)

Und natürlich kann man das Gallium auch wieder auskristallisieren lassen! Lässt man es in Ruhe in einem geeigneten Gefäß stehen, kann man sehr schön beobachten, wie sich gerade Strukturen auf der Oberfläche ausbilden und weiter wachsen. (Siehe Bild)

In der Wikipedia gibt es einen exzellenten Artikel zum Thema Gallium; dort haben wir auch eine größere Version des Bildes hineingestellt.

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Kupfersulfatkristallzucht

Autor: Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 28.08.2010 11:56  |  Kommentare: 0

Eine kleine Geschichte

Angefangen hat es wohl damit, dass ich einen Erlenmeyerkolben mit Kupfersulfatlösung (CuSO4) offen stehen ließ. Nach einer Woche war das Wasser verdunstet und am Boden befanden sich kleine blaue Kristalle.

Kupfersulfat-Kristall

Das ist nun nicht weiter bemerkenswert, allerdings brachte es uns auf die Idee, diese Kristalle als Impfkristalle für richtig große Kristalle zu verwenden.

Gesagt, getan: Alrik hat sich sofort dran gemacht, aus einer heiß gesättigten Lösung Kristalle wachsen zu lassen. Hierbei mussten wir auch Rückschläge in Kauf nehmen; so ist bei einem Versuch plötzlich der Boden des Becherglases abgefallen, und die gesamte Lösung hat sich infolge dessen im Labor verteilt.

Unsere Erkenntnisse haben wir im Experiment Kupfersulfatzucht zusammengefasst; hier findet ihr eine ausführliche Anleitung und zahlreiche Tipps, wie ihr die besten Kristalle züchten könnt.

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dblays kleine Chemieseite in neuem Gewand

Autor: Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 13.08.2009 14:51  |  Kommentare: 1

Labortisch Es ist soweit: dblay.de präsentiert sich ab heute in neuem Gewand, und firmiert nunmehr unter dem Namen »dblays kleine Chemie-Seite«. Dies widerspiegelt natürlich auch die inhaltliche Umstrukturierung; nachdem die Seite im Laufe der Zeit etwas zu einem Sammelsurium verschiedener Themen mutiert ist, konzentrieren wir uns jetzt wieder auf unser ursprüngliches Thema: die Chemie.

Wie ihr also seht, schlagen wir mit dem Relaunch im Prinzip keine absolut neuen Pfade ein. Dennoch wurden die Inhalte der Seite ausgebaut, und bereits vorhandene Beiträge rundum überarbeitet sowie teilweise erweitert.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem neuen redaktionellen Mitarbeiter, Alrik Stoffers, für die Bereitstellung neuer Quiz-Fragen und Experimente ganz herzlich bedanken.

Unser kleines Redaktionsteam bleibt natürlich am Ball, sodass wir euch in Zukunft immer wieder neue, interessante Einblicke in die Chemie liefern können.

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