Blickpunkt: Bismut

Autor: Jonas Bresien  |  Aktualisiert: 15.09.2010 15:39  |  Kommentare: 0

Auch diesmal haben wir schöne Kristalle ausfindig gemacht: Bismut kristallisiert nicht nur in verwachsenen, treppenstufen-artigen Formationen; vielmehr bildet sich auf der metallenen Oberfläche eine dünne, durchsichtige Oxidschicht aus, die durch Lichtinterferenzen in allen Farben des sichtbaren Spektrums schimmert.

Marko-Aufnahme eines gezüchteten Bismut-Kristalls

Das Licht wird hierbei sowohl an der Oberfläche der Oxidschicht als auch an der Oberfläche des darunter liegenden Metalls reflektiert. Beträgt der zusätzlich durch die Oxidschicht zurückgelegte Weg des Lichts (der sog. Gangunterschied) gerade ein ungerades Vielfaches der halben Wellenlänge, findet destruktive Interferenz statt und die entsprechende Wellenläge wird aus dem Spektrum eliminiert.

Bei der Einstrahlung von weißem Licht bleiben die anderen Wellenlängen des Spektrums folglich erhalten; man sieht somit die zugehörige Komplementärfarbe. Der gleiche Effekt ist u.a. auch bei Seifenblasen und Ölfilmen zu beobachten.

Nach diesem physikalischen Exkurs nun noch ein paar Worte zur Chemie: Obwohl es ein Schwermetall ist, hat Bismut keine bekannte toxische Wirkung auf den menschlichen Körper. Auch seine Verbindungen sind zumeist ungiftig. Anwendung findet Bismut unter anderem im Wood'schen Metall – eine Legierung, die bereits bei 70°C schmilzt, und somit für Metallbäder und Schmelzsicherungen geeignet ist.

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